Sebastian Krämer
Donnerstag, 15.11.2018 – Theater an der Grenze

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- CHANSON -
Man weiss nicht, wer mehr zu bedauern ist, der Jammerlappen oder die, die er nass macht – während sich zeitgenössischer Deutschpop in der Exaltierung von Emotionen gefällt, verlegt Sebastian Krämer sich aufs Gegenteil: beispielhafte Contenance als Umzäunung beispielloser Abgründe. Vergnügte Elegien (ein Genre, das zu diesem Zweck eigens erfunden werden musste) führen den Beweis: Schlimmes kann durchaus bekömmlich sein – je nachdem, wie man es anrichtet.

Dieser Chansonnier beherrscht die Kunst der Modulation auf allen Ebenen. Sein musikalisches Vokabular reicht von Swing bis Wiener Schule. In den Kommentaren gibt sich Krämer kapriziös, in den Liedern lieblich bis derb. Und je burlesker die Fassade, desto filigraner die Botschaft. Das ist Klagen auf hohem Niveau.
Sebastian Krämer erhielt 2017 den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA und den Deutsch-Französischen Chansonpreis.

Preise:
2012 - Deutscher Kabarettpreis
2009 - Deutscher Kleinkunstpreis

«Chanson»
Sebastian Krämer